Langhard: „Nicht schwarzsehen, sondern kümmern.“

Langhard: „Nicht schwarzsehen, sondern kümmern.“

100 Milliarden Euro weniger in der Kasse: Auf die öffentlichen Haushalte kommen durch die Corona-Pandemie erhebliche Belastungen zu.

"Für Kommunen brechen bittere Zeiten an", kommentierte Dr. Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, die verkündeten Zahlen der Mai-Steuerschätzung. Die Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung bestätigt die Mahnungen des Schwelmer Bürgermeisterkandidaten Stephan Langhard. Dennoch richtet Langhard den Blick bewusst nach vorn: „Wir haben zurecht etliche Zukunftsprojekte in der Stadt, die wir umsetzen wollen. Deshalb müssen wir mit der neuen Situation verantwortungsvoll umgehen. Es wäre geradezu fahrlässig die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie auf Projekte in der Stadt zu leugnen. Ich stehe dabei weder für Pauschalurteile, noch für Alleingänge, noch für ein ‚Augen-zu-und-durch‘. Wir brauchen daher keine Schwarzseher, sondern einen der sich kümmert. Lautstarke Erklärungen werden auch hier nicht helfen.“

Im Gegenteil: Langhard will sich in den kommenden Wochen die Projekte Stück für Stück genau ansehen und mit Verantwortlichen und Betroffenen sprechen. „Ich lerne gerade meine Stadt noch einmal und viel intensiver kennen und bekomme auch einen anderen Blick auf Schwelm“, so der 53-jährige Diplom-Verwaltungswirt.

Zu diesen Themen gehören dabei beispielsweise das umstrittene Gewerbegebiet in Linderhausen oder auch die Zukunft der Schwelmer Bäderlandschaft. „Hier geht es nicht nur um den wichtigen Freizeitwert des Schwimmens, es geht auch um den notwendigen Schwimmunterricht in den Schulen. Grundsätzlich müssen wir die Kulturtechnik Schwimmen stärken, um damit auch Leben retten zu können“, so Langhard.

Schon bei seiner Antrittsrede hatte der von der SPD unterstützte Kandidat deutlich gemacht, dass mögliche finanziellen Einbrüche beim Haushalt nicht verhindern dürfen, Ziele zu formulieren. So sagte er: „Das darf uns aber nicht davon abbringen, wichtige Zukunftsthemen aufzugreifen und gemeinsam Ziele zu entwickeln. Neben den bekannten Aufgaben und Problemen kommen noch die Folgen durch Corona hinzu.Es ist daher die Zeit, einen Schritt zurückzutreten, sich einen Überblick zu verschaffen und dann mit den noch vorhandenen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen“, so Langhard.

„Schon jetzt ist klar: Um eine Prioritätenliste für die anstehenden Projekte werden wir nach derzeitigem Stand nicht herumkommen. Aber das sind Entscheidungen, die wir alle gemeinsam mit den Verantwortlichen, mit den Betroffenen, mit dem Rat und mit den Schwelmerinnen und Schwelmern treffen sollten.“ Dazu bedarf es der, von Langhard gewünschten Transparenz in dem Prozess. Eine neue Situation lasse sich nicht so einfach mit alten Lösungen meistern, so der Kandidat.

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